Albert-Schweitzer-Gymnasium Sömmerda

Kunstexkursion zur Artthuer

Am 04.11.2016 besuchten die Kunstkurse der 11ten Klasse unserer Schule die Artthuer in Erfurt, welche in diesem Jahr ihr 10 jähriges Jubiläum feierte und als die größte Kunstmesse in Mitteldeutschland bekannt ist.

 

Nach den ersten zwei Stunden Unterricht begaben wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Messegelände in Erfurt.
Dort wurden wir bereits für eine Führung durch die Ausstellung erwartet, welche uns die Künstler näher bringen und uns allgemein mit dem Prinzip der Artthuer vertraut machen sollte. Die Ausstellung findet seit 1998 im 2jährigen Rhythmus statt und in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Messe Erfurt. Gemeinsam mit der ‚‚Haus.Bau.Ambiente.- Messe für modernes Bauen und Leben‘‘ stellten sich die Künstler vom 04. – 06.11 unter dem Motto ''1 Halle, 2 Messen" vor . So konnte man sich beim Besuch der Ausstellung direkt noch von einer zweiten Messe inspirieren lassen. Das Besondere für uns Schüler war jedoch nicht die Führung, sondern die darauffolgende Zeit, in der wir selbst mit Künstlern ins Gespräch kommen konnten und uns über deren Alltag, Inspirationen und Kunst allgemein informierten. Dadurch wurde die Artthuer für uns wesentlich anschaulicher, denn zwischen den 120 ausstellenden Künstlern war für jeden Geschmack etwas dabei. Zu sehen war Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie, Videokunst, Installation und Objekte aus Keramik, Metall, Glas und Holz.
Von unseren Kunstlehrern hatten wir außerdem Aufgaben bekommen, die wir während der freien Zeit zu lösen hatten, so sollten wir zum Beispiel die für uns am beeindruckendsten Kunstwerke suchen und erklären, was genau uns daran faszinierte. Hierbei bemerkten wir schnell, dass die Meinungen beim Thema Kunst stark variieren, da wir uns alle für unterschiedliche Exponate begeistern konnten, begründet durch Farbwahl, Materialien oder

der Zusammensetzung der Werke. Wir hatten außerdem die Chance Kunst zu kaufen, wenn wir dies wollten, da viele Künstler Kunst zu kleinen Preisen anboten und auch von den Veranstaltern selbst Kunst zum Verkauf stand, so hatte man die Möglichkeit an einem Kunstautomat eine Packung in Form einer Zigarettenschachtel kaufen, die kleine Kunstwerke beinhalteten und zudem mit Sprüchen, wie '' Kunst regt den Kreislauf an'' versehen waren.
Zum Abschluss konnten wir noch bei einer kleinen Show zugucken, bei der mit aufwendig designten Kostümen durch die Ausstellungshalle gezogen wurde. Nach 2 Stunden Kunstgenuss verabschiedeten wir uns mit zahlreichen neuen Eindrücken von der Artthuer. Durch die Ausstellung hatten wir die Möglichkeit Kunst von einer ganz anderen Seite zu sehen, als nur in Büchern, mit denen wir im Unterricht arbeiten. Das hat uns alle beeindruckt.

 

Schülermeinungen zur Artthuer:

  • Karl Friedrich Krohn beeindruckte mich mit seiner exakten Papierfaltkunst besonders, seine aufwändigen Kunstwerke sahen aus jedem Blickwinkel neu und anders aus. Die Knicke mussten genau geplant werden. Er arbeitet aber ohne jegliche Vorzeichnungen.
  • Mit der Vielzahl der interessanten Exponate war die Artthuer eine gelungene Messe. Die ausstellenden Künstler nahmen sich genug Zeit, ihre Werke und ihre Arbeit uns Schülern nahezubringen.
  • Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Künstler anwesend gewesen wären! Obwohl es eigentlich viel zu wenig Zeit war, so viel Kunst zu erleben. Auf jeden Fall eine gelungene Exkursion zum Kennenlernen der thüringischen Künstlerszene. Gern wieder.
  • Ich fand gut, dass man Gespräche mit Künstlern suchen konnte und so auch einen Einblick in deren Alltag erhielt.
  • Im nächsten Jahr sollte man die Ausstellung besser strukturieren und die Akustik verändern, diese habe ich als störend empfunden.
  • Während unserer Besuchszeit war die Artthuer nicht zu voll oder überlaufen, dadurch konnte man viele Künstler befragen, was wiederum für Abwechslung sorgte.
  • Die Messe ist für alle Altersklassen geeignet. Ich fand die (teilweise beleuchteten) Papierplastiken von Philine Görnandt sehr schön, sie wirkten elegant, zeitlos, modern und außerdem noch praktisch, da sie als Lampen genutzt werden.
  • Die Stände waren sehr ansprechend, die Künstler nett und aufgeschlossen. Die parallel stattfindende 2, Messe empfand ich eher störend und ziemlich laut. Die Informationen während der Führung konnte man nur schlecht verstehen.
  • Toll, dass man echte Kunstwerke auch zu erschwinglichen Preisen erwerben konnte.
  • Ich fand es wirklich gut, dass wir diese Kunstmesse besuchen konnten und so viele verschiedene Stile, Motive, Arbeitsweisen und Künstler erlebten. Jeder konnte selbst erkunden, was persönlich gefällt und was eher nicht.
  • Meine 3 Favoriten: Konstanze Trommer, die fotorealistisch die Mensch-Tier-Beziehung thematisierte, Barbara Klose und Lezzueck A. Coosemann, weil sie beide Fantasie und Wirklichkeit überzeugend kombinieren.

(Tim, Charlotte, Vanessa, Jakob, Celine, Carly u. a.)