Albert-Schweitzer-Gymnasium Sömmerda

Turbulente Tage in Sachsen

Anreise mit Komplikationen

Wir, die Klasse 8b des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Sömmerda, waren vom 11.-14. Juni 2019 auf Klassenfahrt in Meißen. Als wir uns morgens um 8.00 Uhr am Bahnhof Erfurt trafen, erfuhren wir, dass unser Zug 15 Minuten später eintreffen würde und ausgerechnet der Wagen, in welchem wir unsere Plätze reserviert hatten, fehlte. „ICE 696 heute ohne Wagen 6“ hieß es auf der Anzeigetafel.

Nachfragen im Infopoint und im Reisezentrum waren leider erfolglos, es gab natürlich kaum noch freie Plätze. Wir richteten uns schon darauf ein, mit all unserem Gepäck im Zug stehen zu müssen, aber es kam anders. Die Zugbegleiter hatten eine Lösung gefunden- wir wurden im Wagen 14 in der 1. Klasse verteilt und sogar mit Schokolade verwöhnt!!

Da wir auch noch mit Verspätung in Leipzig eintrafen, konnten wir dann beim Umsteigen nicht die Geschäfte am Bahnhof erkunden, sondern mussten gleich weiterfahren.

Beim nächsten Umsteigen in Coswig stellte Moritz fest, dass seine Umhängetasche noch im Zug lag. Er hatte großes Glück, dass die Tasche gefunden wurde und er sie am nächsten Tag in Dresden wieder abholen konnte.

Vom Bahnhof Meißen hatten wir dann noch 1,3 km Fußweg zur „Herberge Orange“ zu bewältigen.

Eigentlich ein sehr schöner Weg, der über die Elbbrücke schon einen tollen Blick auf Albrechtsburg und Dom bot und direkt am Elberadweg entlang führte. Einige von uns konnten das gar nicht so genießen, was nicht nur an der Mittagshitze, sondern an den doch recht schweren Koffern lag, die nicht immer einfach zu transportieren waren.

In der Herberge, einem ehemaligen Lehrlingswohnheim der Porzellanmanufaktur Meißen, wurden wir von den Herbergseltern Karin und Frank Witte empfangen, bezogen die Zimmer und hatten etwas Zeit, die Räumlichkeiten, den idyllischen Garten und die nähere Umgebung zu erkunden.

Am Nachmittag trafen wir uns mit einer Stadtführerin und besichtigten zunächst die Altstadt mit ihren engen Gässchen und dem beeindruckenden Rathaus. Vom Turm der Frauenkirche erklang das Porzellanglockenspiel, welches aus 37 genau abgestimmten Glocken aus Meißner Porzellan  besteht.

Schon hier kamen einige von uns ins Schwitzen und waren über jede Sitzgelegenheit froh, auch wenn es nur eine Bordsteinkante war. Anschließend stiegen wir die steilen Stufen hinauf zum Dom der über 1000 Jahre alten Stadt.

 

Wenigstens war es drinnen schön kühl und es gab genügend Bänke, Die Stadtführerin wusste auch hier viel zu erzählen, aber unsere Aufmerksamkeit kam nach zwei Stunden langsam an ihre Grenzen.

Glücklicherweise durften wir danach den restlichen Nachmittag selbst gestalten und erkundeten die Stadt auf eigene Faust.

Pünktlich um 18.00 Uhr trafen wir uns in der Herberge zum Abendessen. Nach dem Genuss von Nudeln mit Tomatensoße gingen viele ans Elbufer hinüber, spielten Spiele oder ruhten sich einfach nur aus.

meissen fulle relaxen am see

meissen fulle elbe 

 

Alles in allem war es ein schöner, anstrengender, aber auch erlebnisreicher Tag.

(Svenja W., Anna R., Charlott, Josh, Felix, Svenja E.)

 

 

Kalte Dusche nach einem heißen Tag in Dresden

Der Tag begann schon früh, um 7 Uhr gab es Frühstück. Danach ging es sofort zum Bahnhof und mit dem Zug nach Dresden und  weiter mit der Straßenbahn zur „Gläsernen Manufaktur“, d.h. zum VW - Werk.

In diesem wird der E-Golf hergestellt und alle fanden die Produktion spannend, da es unter anderem selbstständige Roboter gab. Viele hatten auch die VR-Brille aufgesetzt und sind virtuell Auto gefahren. Wir hatten auch die Möglichkeit, uns in einen fertigen E-Golf zu setzen, aber selber fahren durften wir leider nicht.

Danach sollten wir die Altstadt von Dresden kennen lernen. Dazu hatten wir uns in vier Gruppen eingeteilt und begaben uns zunächst gemeinsam bis zum Zwinger. Am Reiterdenkmal vor der Semperoper starteten wir unser Stadtspiel. Wir hatten vier Stunden dafür Zeit. Unsere Aufgaben bestanden darin, Jahreszahlen herauszufinden und Stufen oder Fenster zu zählen, um jeweils zur nächsten Station zu gelangen. Das war teilweise gar nicht so einfach, da es sehr heiß und schwül war. Trotz der Hitze konnten wir uns an Sehenswürdigkeiten wie der Frauenkirche erfreuen. Vier Stunden boten auch reichlich Gelegenheit zum Shoppen und für einen Besuch bei Mc Donald's.

Als wir wieder in Meißen waren und zur Herberge laufen mussten, öffnete der Himmel seine Schleusen und ein Gewitter sorgte für Abkühlung. Einige freuten sich,  andere wiederum verstecken sich unter dem Regenschirm.  Klitschnass und meist barfuß kamen wir alle in der Herberge an.

Das Gewitter war schnell vorbei und wir konnten wie geplant zum Abendbrot grillen.

meissen fulle bräteln 

Die Herbergseltern hatten alles vorbereitet, Josh, Theo und Vinzenz waren die Grillmeister. Bis wir müde in unsere Betten fielen, vertrieben wir uns die Zeit am Elbufer oder spielten gemeinsam verschieden Spiele.

(Anna E., Tim, Max, Lysanne, Vada, Lotta, Vinzenz)

 

Nervenkitzel und Badespaß

Der dritte Tag unsere Klassenfahrt nach Meißen startete mit einem Besuch im Abenteuerpark Moritzburg, der in einem Wildtiergehege angelegt ist. Der Weg dorthin führte vorbei am berühmten Märchenschloss Moritzburg, was nahezu jeder von uns aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ kannte.

Im Park wurden wir zunächst von einem Trainer in grundlegende Handgriffe eingewiesen, damit niemand sich verletzt. Das war auch nötig, denn die Parcours waren zum Teil recht anspruchsvoll.

 Kraft und Ausdauer, aber auch Geschicklichkeit und  Mut waren gefragt. Nicht nur Leitern und Seile, sondern auch Körbe, Rollen, ein Snowboard, ein Bobby Car und sogar ein echter Trabi sorgten für Spannung und Nervenkitzel in luftiger Höhe zwischen den Bäumen. Jeder konnte selbst entscheiden, wie hoch er hinaus wollte. Einige zogen es aber gleich vor, das Wildgehege zu erkunden.

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Verschwitzt und erschöpft machten wir uns auf den Rückweg zum Bus. Julia stellte plötzlich fest, dass sie ihre Ohrringe vergessen hatte. Wir informierten den Trainer, der versprach zu suchen. Am Nachmittag konnten wir uns im Freizeitbad „Wellenspiel“ in Meißen erholen und abkühlen. Eine 85m lange Rutsche sorgte für viel Spaß.

meissen fulle gruppenbild

Auch wenn einige Schüler die Gelegenheit der Abkühlung und des Nervenkitzels im Kletterwald nicht genutzt haben, hat es allen im Großen und Ganzen gefallen. So wie auch die letzten Tage klang der Abend gemütlich mit Abendessen und Spielen aus und alle bereiteten sich mit Kofferpacken auf den nächsten Tag, den Tag der Abreise vor.

(Niklas, Eric, Jonas, Jannik, Nina, Gisèle, Lea)

 

Abfahrt!!!

Der letzte Tag auf Klassenfahrt begann mit vielen müden Gesichtern, weil alle den letzten Abend etwas länger genossen hatten. Einige hatten sogar die ganze Nacht hindurch gequatscht und saßen nun mit sehr kleinen Augen am Frühstückstisch und warteten auf den Kaffee, der sie etwas wach machen sollte.

Wir verstauten unsere Koffer im Flur der Herberge, denn diese sollten dann zum Bahnhof transportiert werden, damit wir sie nicht durch die ganze Stadt schleppen mussten.

Bevor wir die Herberge verließen, bedankten wir uns noch bei Familie Witte für die herzliche Betreuung während unseres Aufenthaltes mit einem kleinen Geschenk.

Nach einem kurzen Marsch in die Stadt wurde uns die berühmte Meißner Porzellanmanufaktur gezeigt.
Wir sahen die einzelnen Schritte der Herstellung und betrachteten die große Vielfalt des Porzellans durch unsere müden Augen.

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Zum Glück hatte die Führerin Verständnis und gab uns oft Gelegenheit zum Ausruhen. Es gab nicht nur Vasen und Geschirr, sondern viele Figuren und sogar eine Orgel aus dem „Weißen Gold“ zu bewundern. Auch die „sächsische Freiheitsstatue“ Saxoni,  eine Figur mit 8000 winzigen, von Hand geformten  Blüten auf ihrem Kleid, haben wir gesehen. Sie ist mit 1,80m die weltweit größte freistehende Porzellanskulptur!
Am Ende der Führung konnten alle, die noch ein kleines Andenken oder ein Geschenk  brauchten, sich etwas Schönes aus der Manufaktur kaufen, aber nur etwas ganz Winziges, denn das Geschirr mit den berühmten gekreuzten Schwertern ist sehr teuer.

Ein Anruf vom Kletterpark erreichte uns nach der Führung- Julias Ohrringe wurden gefunden und kommen nun per Post zu ihr nach Hause. Ende gut, alles gut!

meissen fulle gruppenbild 2 

Damit hätten wir die Klassenfahrt voller Aktivitäten beendet und alle traten zusammen den Rückweg an. Zunächst sah alles ganz gut aus. Der Zug war zwar voll, aber pünktlich. Doch in Leipzig gab es dann doch noch Verspätung.  Wenigsten konnten wir aber  diesmal im Wagen 6 alle zusammen eine gemütliche Heimreise genießen.

In Erfurt oder Sömmerda wurden wir von unseren Eltern erwartet und konnten von unseren Erlebnissen erzählen.

(Moritz K., Theo, Moritz Sch., Lisa, Julia, Ben, Johannes)